Review: Stromberg – Staffel 4

Stromberg-Fans hatten es nicht leicht. Zweieinhalb Jahre ist nun her, dass neue Folgen im Fernsehen liefen. Doch die lange Wartezeit hat sich gelohnt, denn auch in der 4. Staffel weiß die Sitcom rund um Büro-Ekel Bernd Stromberg zu überzeugen. Hier unser Review!
Handlung:
Stromberg (Christoph Maria Herbst) steht gleich zu Beginn der Staffel vor einer bedeutsamen Beförderung. Da Herr Becker (Lars Gärtner) für einen höheren Posten gefragt ist, wird seine Stelle als Gesamtleiter frei. Schon vor Amtsantritt jubelt Stromberg, aber die Freude war umsonst. Nach einem Streit mit dem Kantinenchef Möllers (Prodromos Antoniadis), der Verwandtschaft in der Chefetage hat, bleibt Stromberg nicht nur die Beförderung verwährt, sondern er wird auch in die Dorf-Filiale der Capitol Versicherung in Finsdorf versetzt. Doch auch nach seinem Wechsel schaut er zu genüge an seine alte Wirkstätte vorbei, in der Hoffnung irgendwann wieder aufgenommen zu werden. Doch dort behält Herr Becker erstmal die Stelle der Gesamtleitung, während Strombergs alter Job als Leiter der Schadensabteilung M-Z nun von Tanja (Diana Staehly) übernommen wird. Nur wirkt sie ihren neuen Aufgaben noch nicht gewachsen und auch ihre Beziehung zu Ulf (Oliver Wnuk) leidet unter ihrer Beförderung. Noch ernster geht es derweil bei Berthold alias „Ernie“ (Bjarne Mädel) zu: Nach den Ereignissen in den letzten Jahren (Tod seiner Mutter und dem Büro-Mobbing) leidet er unter Depressionen und begeht sogar einen Selbstmordversuch.

Bewertung:
Die vierte Staffel weiß zu überzeugen! Stromberg bleibt seiner alten Rolle treu, dessen Eigenschaften seine „Freundin“ Jennifer (Milena Dreißig) auch auf den Punkt bringt: Er stellt Fettnäpfchen auf und tritt selber in zahlreichen hinein. Auch wird er seiner Rolle als „Arschloch“, für die Christoph Maria Herbst einst sogar Drohbriefe bekommen hat, wieder gerecht, indem er wieder nur an sich selbst denkt. Denn auch wenn er so oft Partie ergreift und den Leuten helfen will, so nutzt er das Geschehen immer nur für seinen Vorteil und ändert bei Bedarf auch gerne den Standpunkt. Aber eben diese Tatsache und die ganzen


Stromberg und Ernie – für kurze Zeit ein Team!

Sprüche machen ihn auch in dieser Staffel zu einer starken Hauptfigur. Bei den sonstigen Figuren liefert gerade Bjarne Mädel eine hervorragende schauspielrische Leistung bei der Verkörperung der Ernie-Rolle. Auch wenn Ernie eine ernste Phase in seinem Leben durchmacht, schafft man es als Zuschauer viel mehr zu lachen, als mit ihm mitzufühlen. So beispielsweise als ihm schlecht wird und er sich fälschlicherweise auf der Mädchen-Toilette verirrt. Doch auch sonstige Äußerungen, z.B. mit seine Vorliebe für Yps!-Hefte, seinem Rosettenmeerschweinchen Bimbo oder die ständige Erwähnung von Frau Löbke sind zum brüllen. Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass zahlreiche Nebenfiguren auch in dieser Staffel


Stromberg versucht sein Glück bei „Schirmchen“

wieder ihre kleine Rollen haben. Sei es nun der Inder Prashant (Prashant Prabhakar), der eine Frage von Stromberg nicht versteht oder der „Aktenmongo“ Montenbruck (Frank Montenbruck), der im echten Leben durch seine Nebenrolle übrigens schon Anfragen für weitere Rollen bekommen hat. Auch nicht schlecht sind eine Menge Bezüge zu früheren Folgen. So klagt Ernie wie schon in den Staffeln zuvor über eine kaputte Stuhllehne, Ulf bekommt zum zweiten Mal die Stelle von Stromberg angeboten und auch Erikas Tod wird erneut thematisiert. Auch wenn die Qualität der Folgen meines Erachtens noch relativ hoch ist, kann man aber durchaus sagen, dass es in den ersten Staffeln noch höher war. Außerdem wirkt in Einzelfällen die ein oder andere Szene nicht ganz realistisch. So hat Stromberg beispielsweise noch einen zu großen Einfluss auf die alte Zentrale und da mag es wie ein Rätsel erscheinen, wie ein Bewerber wie Gernot eingestellt werden konnte.

Fazit:
Auch in der 4. Staffel gibt es Stromberg und Ernie, wie man sie kennt und mag. Flotte Sprüche, lustige Situationen und interessante Veränderungen verleihen der Staffel ihre Stärke. Auch wenn ein Hauch der Flair alter Folgen verloren ging und in manchen Einzelfällen die Handlung etwas abgehoben wirkt.
Wertung von JackTheRapper: 9 von 10 Quadatsches

Wertung von Jakon: 8 von 10 Quadatsches

Wertung von B!SS: 10 von 10 Quadatsches

2 Antworten zu Review: Stromberg – Staffel 4

  1. Ernie sagt:

    Sehr gute und treffende Kritik – oder Fürsprache🙂
    Wow wie Christoph Maria Herbst wieder glänzt. Nur eine Kleinigkeit: Die Psychologin/ Psychotherapeutin von Ernie heißt Löpke, nicht Löbke: Siehe http://www.xing.com/profile/Doris_Loepke

  2. Sascha sagt:

    Die DVD habe ich mir bereits gekauft. Kann sie nur jedem Stromberg Fan empfehlen. Die neuen Folgen sind fast noch derber.

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