Review: Disaster Movie

In den USA macht ein weiterer Film voller Parodien die Kino – Leinwände unsicher. Doch taugt der seit dem 29. August 2008 laufende Streifen „Disaster Movie“ auch was, sodass es sich lohnt auf die Deutschland – Premiere zu warten? Quadatsch verrät es euch!

Die Produzenten Jason Friedberg und Aaron Seltzer arbeiteten einst als Drehbuchautoren bei den Top – Spoof (Anm. d. Red.: Parodien) – Movies „Agent 00 – Mit der Lizenz zum Totlachen“ und „Scary Movie“ mit. Seit 2006 kümmern sie sich bei Filmen neben den Skripts auch um die Produktionen und führen Regie. Zu ihren Werken zählen „Date Movie“, „Fantastic Movie“ und „Meine Frau, die Spartaner und ich“. Zwar lieferten die Produktionen viel Geld in die Kassen, aber von der Qualität her ließen diese Vorgänger für „Disaster Movie“ wahrhaftig zu wünschen übrig. Doch haben sie nun die Kurve gekriegt? Der Trailer war schonmal nicht schlecht. Zwar verriet er, dass wieder auf diese Gags aufgebaut wird, wo Personen gegen irgendetwas knallen oder sonst wie Schmerzen erhalten, aber die Stelle, wo die Kuh auf „Iron Man“ fällt brachte mich immerhin zum schmunzeln. Nach den Filmen zuvor habe ich meine Erwartungen aber bewusst nicht zu hoch geschraubt.

Der Film startet jedenfalls schonmal äußerst schwach. Die Sequenz, die sich 10 001 Jahre vor Christus abgespielt haben soll, wirkt langweilig, amateurhaft und unlustig. Ein Höhlenmensch trifft dort auf Amy Winehouse, welche den Weltuntergang am 29. August 2008 (dem US – Releasedate von „Disaster Movie“) prophezeit. Abgeschlossen wird die ca. 5 Minuten lange Szene durch mehrere Rülpser von Amy. Genau solche Gags mit Ekel – Faktor waren bereits in „Date Movie“ & Co vertreten. Sie mögen vieles sein, aber eins defenitiv nicht: witzig! Das Geschehen entpuppt sich darauf als Traum von Hauptfigur Will, der nun seinen 16. Geburtstag im großen Stil wie bei MTVs „My Super Sweet Sixteen“ feiert. Auf der Party meint er seine Freundin zu sehen, ruft sie und tippt sie an. Wie sich dann aber heraus stellt, handelt es sich um einen Mann, der nur von hinten, u.a. durch seine Frisur, aussieht wie eine Frau. Lachen kann man darüber nicht wirklich, da man einen solchen Gag schon in zig Filmen zuvor gesehen hat. Einen leichten Schmunzler mag dann aber die „Juno“ – Parodisten, die sich eine Gitarren – Session mit ihrem Freund liefert, bieten. Sie spielt auch über den weiteren Filmverlauf eine größere Rolle. Doch Szenen, in denen sie beispielsweise einen Orangensaft – Kanister mit Wodka in einem Zug leert oder mit ihrem Hamburger – Telefon am Ohr zu sehen ist, mögen zwar Parallelen zum Film aufweisen, doch auch hier bleibt der Grund zu lachen weitgehend aus. Wills Party wird jedenfalls noch plötzlich zum Basketball – Feld umfunktioniert und in „High School Musical“ – Manier liefern sich die Gäste ein Tanzfest. Die Parodie wirkt dabei aber unpassend, lieblos und langatmig genau wie so viele weitere Momente in diesem Streifen. Man könnte vereinzelt auch glatt meinen, dass sie der Zeitfüllung dienen mögen. Jegliche Feier – Stimmung der Anwesenden wird dann durch eine Radio – Durchsage gebrochen, die von einem anstehenden Weltuntergang berichtet. Die Teenager und Jugendliche bewegen sich nach draußen und treffen an Stelle für Stelle auf eine neue Verasche. Da wäre zum Beispiel eine von „Hancock“. Ein Will Smith – Double liegt dabei wie ein Obdachloser auf einer Bank und wird von einem Kind zur Hilfe gebeten. Hancocks Schlag, der den kleinen in die Weite befördert, offenbart zwar das typische Gag – Muster der Spoof – Movie – Reihe, aber mag aufgrund den Bezug zu einer Szene dieses Mal berechtigt sein. Ich persönlich hätte mir jedenfalls gewünscht, dass man Hancock mehr gesehen hätte. Auch wenn die Szene nicht deutlich überzeugender als der Rest des Streifens wirkt, fand ich die Idee dahinter gar nicht mal so übel. Oder kommt er später doch nochmal vor? Ich muss gestehen, ich weiß es gar nicht, da ich nach gut 40 Minuten, immerhin über die Hälfte des Films, genug hatte. Da konnte auch die „Leg dich nicht mit Zohan“ – Parodie nichts dran ändern. Aber immerhin beachtlich, dass der Film noch bei „Disaster Movie“ mit aufgenommen wurde. Schließlich kam er nur ca. 2 Monate vor diesem Spoof – Movie in die Kinos. Allgemein sind es schon erfolgreiche Streifen, die hier auf die Schippe genommen werden. Doch kaum einer wird richtig in den Plot (kann man das überhaupt so nennen?) mit eingebracht. Die Liebe zur Vielfalt mag vorhanden sein, aber etwas wichtigeres scheint den „Machern“ zu fehlen: Talent!

Fazit
„Disaster Movie“ ist das reinste Disaster! Die Anzahl der Filme, welche veralbert werden, sind vielzählig, aber leider kann man das nicht über die Gags behaupten. Diese kann man nämlich an einer Hand abzählen. Ähnlich wie „Date Movie“, „Fantastic Movie“ und „Meine Frau, die Spartaner und ich“ enttäuscht der Film auf voller Linie und verdient sich ein Minimum von Quadatsches. Mein Ratschlag: Finger weg!
Wertung: 1 von 10 Quadatsches

P.S.: Es gibt auch einen anderen Zuschauer, der meine Meinung gut vertritt. Seht selbst!

Eine Antwort zu Review: Disaster Movie

  1. Disaster Movie…

    Disaster Movie
    Am 19. September ist es bereits soweit: Constantin Film veröffentlicht Disaster Movie, eine Parodie von den “Scary Movie”-Machern, bei der wieder einmal viele bekannte und erfolgreiche Blockbuster auf die Schippe genommen we…

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